Wandern mit Hund

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Das (Berg-) Wandern ist eine große Leidenschaft für uns. Sei es im bayrischen Wald, den Küsten Portugals, den Voralpen oder auf der Schwäbischen Alb. Es gibt nichts schöneres als die Natur zu genießen und gleichzeitig eine sportliche Herausforderung zu haben. Dies mit dem Vierbeiner zu genießen, macht diesen Sport noch schöner. In diesem Blog wollen wir euch ein paar hilfreiche Tipps geben, damit es zu keinen bösen Überraschungen kommt.

Routenplanung und Gehzeiten:

Eine gute Planung ist sehr wichtig vor jeder Tour. Informiert euch sorgfältig über Strecke, Wegarten und evtl. Einkehrmöglichkeiten. Stellt euch dabei bitte auch ehrlich die Frage, ob ihr und auch euer Hund die Strecke konditionell schafft. Lasst hierbei bitte niemals den Höhenunterschied außer Augen. Gerade beim Bergwandern sind die Höhenmeter das kraftraubende! Ebenso die Wegarten, schwierige Klettersteige sollten ihr mit Hund unbedingt vermeiden. Fangt anfangs lieber mit einfachen Strecken an und steigert euch dann. Wenn ihr euch unterwegs unsicher seid, dann brecht im Zweifelsfall die Tour ab.

Wanderkarte oder GPS:

Im Prinzip ist es egal auf was ihr vertraut. Wir persönlich nutzen die Apps von https://www.komoot.de oder https://www.outdooractive.com. Nehmt euch aber lieber eine Karte zusätzlich mit. Bei Smartphones kann schnell mal der Akku versagen. Zusätzlich benutze ich noch die Vivoacive3 Uhr von Garmin. Diese hat den Vorteil GPS- und CLONASS fähig ist.

Wetter:

Egal ob Sommer- oder Winterwandern. Macht euch am Vorabend und am Morgen der Tour gründlich über das Wetter schlau. Es gibt mittlerweile zig Apps fürs Smartphones. Unser Tipp in den Bergen: Es schadet nie die Meinung eines einheimischen sich ein zu holen. Diese haben Erfahrung was die Wetterumschwünge ihrer Heimat angeht. Wenn euch dieser von der Tour abrät, dann befolgt dies unbedingt!

Ausrüstung für den Hund:

  • ein Brustgeschirr das gut passt. Es sollte nicht zu locker und nicht zu straff sitzen. Wir raten unbedingt von Halsbändern ab.
  • Leine (2 – 3 Meter lang). Ich benutze zum wandern ein Klettergeschirr welches ich um meine Hüften habe. Über eine Joggingleine mit Bungeezug, bin ich mit July verbunden. So habe ich stets die Hände frei, kann die Leine aber auch schnell vom Hüftgurt lösen und July per Hand führen wenn dies nötig sein sollte.
angelegte Geschirr
  • Wasser. Wir nehmen min, 1,5 Liter Wasser NUR für July mit. Egal zu welcher Jahreszeit. Eher etwas mehr. Informiert euch im Voraus über Wasserstellen (Bäche, Flüsse usw.) auf der Tour wo euer Hund trinken kann oder ihr den Wasservorrat auffüllen könnt.
  • Trinknapf. Wir empfehlen die Faltbaren aus dem Zoo bedarf. Praktisch und mit geringem Gewicht
  • Leckerlis und/oder Futter. Als Motivation oder Belohnung bei schwierigen Kletterstellen. Aber auch als Zwischenmahlzeit. Euer Hund verbrennt genauso Kalorien wie ihr auf der Wanderung und benötigt eine Stärkung zwischendurch.
  • Kottüten
  • EU- Impfpass
  • Erste-Hilfe-Set aus dem Zoobedarfsladen
  • Pfotenschuhe (für den Fall einer Pfotenverletzung)
  • Ersatzleine

Ausrüstung für den Mensch

  • Wanderschuhe. Über dieses Thema könnte ich einen riesen Blog schreiben, da hier die Meinungen sehr unterschiedlich sind was jetzt der RICHTIGE Schuh ist. Kurzum: Geht in ein Fachgeschäft und lasst euch richtig beraten. Jeder Fuß ist anders und den richtigen Schuh findet man nur zur anprobieren und testen.
  • Bequeme, strapazierfähige und schnell trocknende Wanderbekleidung. KEINE Baumwolle sondern lieber Synthetik oder Merinowolle
  • Gut sitzender Rucksack mit min. 30 Liter Fassungsvermögen
  • Regenbekleidung. Auch bei guten Wetter! In den Bergen und auch an der Küste kann sich das Wetter sehr schnell ändern
  • Trekkingstöcke. Entlasten die Gelenke und sind sehr Hilfreich bei schwierigen Passagen
  • Sonnencreme, Sonnenbrille (in den Bergen min. Kategorie 3) und Kopfbedeckung
  • Handy, Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke
  • Taschenmesser
  • Taschen- oder Strinlampe
  • Zeckenzange
  • Personalausweis, Krankenversicherungskarte, evtl. DAV-Mitgliedsausweis
  • Bargeld (auf den meisten Hütten einzinste Zahlungsmethode)
  • Tagesverpflegung. In unserem Fall eine Brotzeit, mehreren Müsliriegeln oder Powergel.
  • Wasser. Wir haben jeder eine 2 Liter Trinkblase im Rucksack. Je nach Tour auch mal mehr

Der gepackte Wanderrucksack sollte, ohne Getränke, ein Gesamtgewicht von 8 Kg nicht überschreiten.

Erziehung des Hundes:

Ein guter Gehorsam und Vertauen zum Hundeführer sind unabdingbar. Kommandos wie „Sitz“, „Halt“, „Bleib“, „Platz“ oder „Komm“ können in den Bergen lebenswichtig sein. Wir benutzen auch das Kommando „Hinter“ und zwar immer dann, wenn es Bergab geht. Im Gegensatz zum Aufstieg, wo July vor mir die Führungsrolle übernimmt, soll sie sich Bergab ganz auf mich verlassen und nur auf Kommando vorgehen (z.B. bei Hindernissen). Auch eine sehr gute Leinenführigkeit ist von großem Vorteil beim Wandern

Fazit:

Wir haben beim Wandern mit July mit kleineren Touren angefangen und uns stetig gesteigert. Mittlerweile läuft July Touren von bis zu 30 Kilometer und bis zu 1000 Höhenmeter ohne Probleme, bei genügend Pausen und ausreichend Wasser. Wir haben sie stets an der Leine, da in den meisten Wandergebieten ohnehin Leinenpflicht besteht. Wir achten im Sommer sehr auf viele Pausen und das wir genügend Wasser mit uns führen. July ist einfach ein Winterhund, beim Winterwandern unermüdlich jedoch sucht sie im Sommer oft den Schatten. Dieses Jahr haben wir uns wieder einige Touren vorgenommen (z.B. Zugspitze und Watzmannhaus) von denen wir euch hier berichten werden.

Bei Fragen und Kritik bitte gerne anschreiben 🙂

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