Die erste große Fahrt

Enthält unbezahlte Werbung

Lange war es still um uns. Was daran lag das wir den Sommer fast jedes Wochenende mit unserem „kleinen Onkel“ unterwegs waren. Vieles wurde getestet sowie ein- und umgebaut. Dazu in den späteren Blogs mehr dazu.

Unser diesjähriger Jahresurlaub waren 3 Wochen im September. Der Plan war, das wir eigentlich gar keinen Plan hatten ^^ Einfach mal drauf losfahren und so viel wie möglich in Deutschland erleben und sehen. Da Sabi glücklicherweise beim Gewinnspiel eine Plakette von Landvergnügen gewonnen hatte, wollten wir diese so oft es möglich war nutzen. Wettertechnisch stellten wir uns auf alle Gegebenheiten ein, da wir von Bayern über die sächsische Schweiz bis Schleswig Holstein reisen wollten. Nachdem unser Kasten bis unters Dach gepackt war, hatte ich etwas bedenken bezüglich des Gewichtes. Es waren immerhin Kleidung inkl. Wanderausrüstung, Hundezeug, Essen, Getränke und Campingartikel für 3 Wochen an Bord. Glücklicherweise gibt es unweit von Stuttgart, in Kleinglattbach, eine öffentliche Waage. Vollbeladen fuhren wir auf diese und siehe da: 3100 kg. Noch 400 kg Luft nach oben (Sabi hatte doch recht, da wäre noch was rein gegangen)!

Voller Motivation starteten wir am Sonntag den 30.08.2020 aus dem sehr verregneten Stuttgart. Unser erstes Ziel war der „Freistaat Megastore“ bei München. Dort ist ein kostenloser Stellplatz direkt am Shop inkl. Ver- und Entsorgung. Nach einer Shopping Tour am nächsten Morgen im Megastore (wirklich sehr groß) brachen wir weiter auf ins Herzen Bayerns. Wegen des immer noch schlechten Wetters entschieden wir uns für eine Stadtbesichtigung im schönen Bad Tölz. Die Nacht verbrachten wir dann per Landvergnügen auf dem großen Biohof „Herrmannsdorf“.

Unseren eigentlichen Plan, Weiterfahrt zum Watzmann, verwarfen wir wegen des anhaltenden Regens und entschlossen uns weiter östlich zu fahren. In Vilshofen an der Donau auf dem sehr schönen „Reinhardt’s Hof“ war das Wetter zumindest trocken für einen angenehmen Abendspaziergang. Der Hofladen hatte sehr leckere Liköre und Weine im Sortiment. Wir verbrachten eine sehr ruhige Nacht dort mit vielen Tieren um uns.

Am darauf folgendem Tag wollten wir jedoch in die Berge. Komme was wolle! So fuhren wir, über Österreich, ins Berchtesgadener Land. Von den erhofften Bergen sahen wir jedoch nichts. Nur graue Wolken und Regen, Regen und nochmals Regen. Wir wollten uns davon jedoch nicht die Stimmung vermiesen lassen und fuhren einfach mal an den Königsee. Und siehe da, kaum kamen wir an hörte es auf zu regnen und die Wolkendecke riss auf. Wir verbrachten einen herrlichen Nachmittag am See ohne allzu große Touristenmassen. Als Schlafplatz fanden wir einen echten Geheimtipp: Der Alpengasthof Götscheralm liegt direkt an einem Skilift und stellt mehrere Parkplätze für Wohnmobile zur Verfügung. Die Parkgebühr bekommt man in Form eines Restaurantgutscheines wieder erstattet. So verbrachten wir einen herrlichen Abend mit Blick auf den Watzmann und wunderschönem Sonnenuntergang. Beflügelt von diesem Alpenpanorama und den sehr guten Wettervorhersagen starteten wir sehr früh am darauffolgendem morgen zur Wanderung aufs Watzmannhaus (1930hm). Es war ein herrlicher Aufstieg bei bestem Wetter und eine tolle Sicht von der Terrasse des Watzmannhauses aus über die Alpen! Nach dem Abstieg brachen wir zu unserem nächsten Landvergnügenhof auf, dem Attl’s Bio-Ziegenhof. Neben vielen Ziegen und nochmals schönen Blick auf den Watzmann verabschiedeten wir uns vom Berchtesgadener Land.

Das nächste Ziel war das Allgäu, mit seinen schönen Seen, Schlössern und gutem Käse. Die folgenden 4 Nächte verbrachen wir auf 3 sehr schönen Bauernhöfen. Besonderst erwähnen möchten wir die „Hofkäserei Lipp“ in Rückholz. Gefunden haben wir diesen schönen Hof über Park4Night. Familie Lipp stellt 3 Stellplätze zu Verfügung auf Spendenbasis. Empfangen wird man sehr freundlich mit einem Stück Bergkäse als Willkommensgeschenk. Strom bekommt man aus der Scheune. Direkt am Stellplatz befindet sich eine Feuerschale welche vom Großvater der Familie Abends befeuert wird. Wir saßen dort sehr lange mit anderen Campern am Feuer und hatten einen Wahnsinns-Abend. Am nächsten Morgen wurden wir sanft von Kuhglocken geweckt, als die Herde direkt an unserem Camper vorbei auf die Weide getrieben wurde. July staunte nicht schlecht als eine ausgewachsene Milchkuh vor unserem Kasten stand und sie anschaute ^^. Am zweiten Tag bekamen wir Besuch von unserer Freundin Meli aus München. Gemeinsam unternahmen wir eine schöne Tageswanderung, vorbei an den Königsschlössern. Durch die Reiseeinschränkungen Asiatischer Länder war der Andrang an Neuschwanstein nicht so groß wie sonst, aber dennoch enorm. Aus diesem Grund entschieden wir uns gegen eine Besichtigung und wanderten lieber um die schönen Seen. Nach 4 herrlichen Tagen im Allgäu starteten wir zu unserem nächsten Ziel, der Zugspitze.

Auf dem Weg dahin machten wir einen Abstecher zum Tanken nach Reute in Tirol. Von dort aus fuhren wir über die wunderschönen Bergstraßen nach Garmisch – Patenkirchen wo wir am Nachmittag ankamen. Unseren Kasten stellten wir an der Sprungschanze ab und machten uns zu Fuß auf in die Innenstadt. Man merkte sofort das Garmisch ein sehr großer Touristenort ist. So beließen wir es bei einem schnellen Lebensmitteleinkauf und ich informierte mich noch über Fahrzeiten der Zugspitzbahn für meine morgige Bergtour. Morgens um 5:30 Uhr brach ich auf. Vorbei an der Partnachklamm, die noch geschlossen hatte, zur Reintalangerhütte. Von dort aus über einen anstrengenden Aufstieg zur Knorrhütte. Nach einem weiteren schweren Aufstieg, der zum Schluss über ein sehr steiles Geröllfeld führte, gelang ich zum finalen Klettersteig. Nach 9 anstrengenden Stunden kam ich erschöpft aber glücklich auf dem Zugspitzgipfel an. Viel Zeit hatte ich oben leider nicht. Ein schnelles Bier und ein paar Fotos dieser herrlichen Kulisse und schon ging es runter mit der Seilbahn zum Eibsee und von da mit der Gletscherbahn nach Garmisch-Patenkirchen. Sabi und July unternahmen an diesem Tag eine leichtere Wanderung durch die Partnachklamm und den umliegenden Bergen, da Sabi’s Fuß noch etwas geschwächt durch eine Entzündung an der Achillessehne war. Leider mussten wir, wie viele andere auch, feststellen das der sonst immer ausgeschilderte WoMo Parkplatz an der Sprungschanze kein WoMo Parkplatz mehr ist. Dies bemerkten wir aber erst am zweiten Tag in Form eines Strafzettels :/

Weil es uns in Allgäu so sehr gefallen hatte und das Wetter so toll war, entschlossen wir uns spontan dort noch 2 Nächte zu verbringen. Wir fanden den schönen „Campingplatz Bannwaldsee“. Ein Campingplatz wo keine Wünsche offen lässt. Wir verbrachten die 2 Tage mit einfach mal nix tun, hatten ja schließlich Urlaub 😉 Den Campingplatz werden wir an anderer Stelle genauer beschreiben.

Nach 2 herrlichen Wochen in Bayern machten wir uns auf den Weg in den hohen Norden. Da es uns in Bayern so gut gefiel ließen wir den Besuch in der sächsischen Schweiz aus und blieben zwei anstatt nur einer Woche in Bayern. Den Weg nach Schleswig – Holstein fuhren wir jedoch nicht am Stück. Erst einmal ging es ins Saarland, wo wir unseren Kumpel Bernd besuchten. Dieser wohnt nicht unweit von der Saarschleife entfernt. Nach sehr langem Abend voller Bier, Rum-Cola und toller Gespräche machten wir uns am nächsten Tag auf, die Schleife zu besichtigen. Da der Touristenandrang dort sehr groß war, wurde dieser Besuch recht kurz. Kurzerhand statteten wir dem Nachbarland Luxemburg einen kurzen Besuch ab, wenn auch nur zum Tanken und Kaffee kaufen (um min. die Hälfte billiger als hier). Die Nacht verbrachten wir in der schönen Pfalz auf einer Alpakafarm. Sehr schöne und entspannte Tiere die auch July sehr mochte. Der nächste Zwischenstopp war in NRW in Form eines Vewandschaftsbesuches bei Sabi’s Tante Kirsche, wo wir einen gemütlichen Abend verbrachten.

Vor dort aus steuerten wir unseren „kleinen Onkel“ zügig Richtung Norden an die Nordseeküste. Über Landvergnügen fanden wir die Nutztierarche am Jinghangsweg. Der sympatische Landwirt Lars empfing uns herzlich und zeige uns stolz seinen schönen Hof und seine bedrohten Tierrassen. Der Schinken, wo es zu kaufen gab, war der Hammer! Wir kommen auf jeden Fall wieder :). Nach einer entspannten Nacht besuchten wir das sehr imposante Eider Sperrwerk. Zum Glück hatten wir unsere Softshelljacken mitgenommen. Der Wind blies uns ordentlich um die Ohren.

Die Orte S. Peter Ording und Büsum sind ja bekannt wahre Touristenhochburgen zu sein. Aus diesem Grund mieden wir diese, schon allein wegen der aktuellen Coronalage. In Friedrichskoog fanden wir einen super Stellplatz unweit vom Meer. Für 10€ pro Nacht bekam man hier einen ruhigen und sauberen Platz mir Wasserver- und Entsorgung. Direkt angrenzend befindet sich ein eingezäunter Hundefreilauf welchen wir ausgiebig nutzten. Der Hundestrand hinterm Deich ist außerordentlich groß und sauber. Zwei äußerst entspannte Nächte und einen sonnigen Strandtag verbrachten wir dort bevor es zur unserer letzten Station in Oldenburg in Holstein ging. Jedoch nicht ganz ohne einen Zwischenstopp. So kam es das wir dem Holy – Metal – Land noch einen kurzen Besuch abstatteten. Zuletzt waren wir 2018 mit Leaves‘ Eyes in Wacken auf der Bühne, war es an der Zeit mal wieder den Acker zu betreten. Auch July kam mal in Genuss einer Gassirunde, wo sonst die Bühnen und Zelte stehen. Wir hoffen sehr das die Wacken Winter Nights 2021 statt finden und wir endlich wieder Festivalfeeling dort haben. Im Infobüro haben wir uns noch mit Merch für den kleinen Onkel eingedeckt.

Nach einem Wochenende im Oldenburger Wallmuseum, auf einer internen Reenactmentveranstaltung, hieß es am 20.09.2020: Ab nach Hause!

Fazit:

Die 3 Wochen Urlaub im Kasten gingen rum wie im Fluge. Es war schwer wieder zu Hause „an zu kommen“. Unser Fahrzeug überzeugte uns noch mehr wie zuvor. Wenn wir auch vieles erst testen und lernen mussten. Das „Landvergnügen“ können wir wärmstens weiter empfehlen und werden es in einem separatem Blog ausführlich behandeln. Die Pläne für die nächste große Tour im Winter stehen schon fast, sofern die aktuelle Lage es zulässt.

Wir haben viele neue nette Menschen kennen gelernt und viele neue Orte gesehen. Im Anhang wollen wir euch noch auflisten auf welchen Höfen / Stellplätzen wir genächtigt haben und welche wir sehr weiter empfehlen können.

Über ein Feedback würden wir uns sehr freuen 🙂

Unsere Tour 2020

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: