Im Mai 2017 schafften wir uns einen Dacia Dokker an, da unser Astra Kombi eines Getriebeschadens zum Opfer fiel. Bei diesem Kauf stand eher das Preis- Leistungsverhältnis im Vordergrund als alles andere. Ein Dacia Dokker hat einen recht geringen Anschaffungspreis. Schon ab 12.000 € bekommt man diesen als Neuwagen. Unserer lag knapp bei 13.000 € und war ein Vorführwagen. Als Ausstattung konnte er eine Klimaanlage, Tempomat, Bordcomputer inkl. Navi, elektr. Fensterheber und beheizbare Außenspiegel vorweisen. Der 90 PS Dieselmotor verbraucht ca. 6 Liter im Durchschnitt. Ich muss jedoch sagen das wir doch sehr auf den Verbrauch achten und dementsprechend auch fahren. In der Ausstattung und Verarbeitung merkt man schon das hier viel gespart wurde. Alles ist sehr schlicht und funktionell gehalten was sich aber natürlich im Preis wiederspiegelt.
Schnell entstand bei uns die Idee das Auto auch zum Schlafen und Campen auf Festivals zu verwenden. Denn die „Dackelgaragen“ hatten wir mehr als satt 😉
Ist die Rücksitzbank erstmal ausgebaut hat man schnell eine Liegefläche von ca.130 x 200 cm, was für 2 Personen durchaus ausreichend ist.
- Als Liegefläche wurde eine Schaumstoffmatratze verwendet. Bekommt man bei Ikea oder im Baumarkt und lässt sich leicht zuschneiden.
- Zur Verdunklung und Isolierung des Innenraumes verwenden wir Thermomatten, welche von innen mit Saugnäpfen befestigt werden. Die Matten fanden wir bei Ebay. Eigentlich sind die Thermomatten für den Renault Kangoo, da dieser aber Baugleich ist, passen die Matten auch beim Dokker. Die Saugnäpfe erwiesen sich als sehr nervig. Sie lösten sich oft und mussten wieder angebracht werden. Erst vor kurzen habe ich im Internet eine Alternative entdeckt. Thermomatten die mit Magneten befestigt werden. Ich selber habe diese noch nicht testen können, aber hier trotzdem mal der Link dazu: https://www.project-camper.de
- Als Vorzelt bestellten wir ein Autozelt bei der Firma Ocean Cross: https://ocean-cross.de/index.php?r=product/show&id=25
- Für das restliche Gepäck kam noch eine Dachbox von Thule auf’s Dach und schon konnte es losgehen.
Unsere Touren mit dem Dokker führten uns zu diversen Festivals aber auch über Rostock nach Schweden. Da wir beide auch sehr viel auf Reenactments unterwegs sind, schliefen wir oft bei einem Zwischenstopp im Dokker. Die Veranstaltungen sind sehr weit weg und wir fahren die Strecke oft auf zweimal. Ein großer Vorteil ist, dass man mit dem Dokker fast überall einen Parkplatz findet im Gegensatz zum Van/ Kastenwagen. Auch die Fährpreise halten sich im Rahmen da er PKW-Maße hat.
Ist man nur zu zweit und bereit einige Abstriche im Platz und Komfort zu machen, ist dies eine schöne Art des Reisens/ Campens. Zum Duschen/ Waschen hatten wir einen Wasserkanister dabei. Die fehlende Toilette war, je nach Schlafplatz, schon etwas nervig. Aber oft war immer irgendein Busch o.ä. in der Nähe. Natürlich hatten wir im Dokker keine Heitzung. In den kalten Tagen musste deswegen gute Schlafsäcke herhalten.
Als unsere July noch dazu kam, wurde es schon etwas enger im Dokker, weswegen die ersten Gedanken aufkamen sich Fahrzeugtechnisch zu vergrößern…
Abgesehen vom Camping sind wir mit unserem Dokker rundum zufrieden und hatten noch keinerlei Werkstattkosten ausgenommen der Inspektionen.
Enthält unbezahlte Werbung

Summer Breeze 2017 
Mecklenburgische Seenplatten 2019 
Rostock 2019 
Auf der Fähre nach Schweden 
Liegefläche